Wer bin ich?

Manchmal fühle ich mich überflüssig und frage mich, ob die Welt mich wirklich braucht. Ich kann mich nicht so annehmen, wie ich bin und bin mir selbst der größte Kritiker. Im Vergleich mit anderen habe ich das Gefühl, langweilig zu sein, nicht mithalten zu können.

Muss ich das überhaupt?

Oft reden die Anderen doch nur von sich selbst – was sie alles machen, wo sie überall waren, wie wichtig sie sind. Dabei sind sie oft nicht an meiner Meinung interessiert. Und davon lasse ich mich runter ziehen?

Ich muss mich nicht beweisen – ich muss mich nur selbst annehmen! Das bedeutet, dass ich mir erst einmal über mich selbst klar werden muss:

Wer bin ich wirklich? – ohne die Masken, die ich anderen zeige?
Was gefällt mir an mir?
Was mache ich gerne und gut?
Was ist mir wichtig?
Wie steht es mit meinen Beziehungen?
Welche Fähigkeiten und Talente habe ich?

Mein Problem: Geduld

Dabei bemerke ich, wie mich schon wieder Ungeduld befällt. Wieder will ich schnelle Lösungen, damit ich weiter komme. Aber kann es nicht auch sein, dass ich alle Zeit der Welt für meine Fragen habe? Warum will ich immer schnell zum Ziel kommen? In der jetzigen Coronazeit verpasse ich doch nichts. Ich kann mir einfach Zeit für mich nehmen. Vielleicht bin ich sogar eigens auf der Welt, um diese Fragen für mich zu klären?

Was könnte der nächste Schritt sein?

Demaskierung

Im Zusammenleben mit anderen Menschen spiele ich viele Rollen. Manchmal weiß ich selbst nicht mehr, wer ich in Wahrheit bin. Vielleicht ist es an der Zeit, meine Masken abzunehmen und zu mir selbst zu stehen.

Was weiß ich über mich?

Ich weiß, dass ich Gottes geliebtes Kind bin. ER hat mich so geschaffen, wie ich bin. Die Welt braucht genau mich mit meinen Ecken und Kanten, aber auch mit meinen guten Eigenschaften. Gott hat einen Plan für mich! Ich bin genau richtig und brauche mich nicht hinter irgendetwas zu verstecken. Auch wenn meine Meinung nicht immer Mainstream ist, so ist sie vielleicht gerade wichtig. Die Welt braucht auch Querdenker.

Was können wir von Jesus lernen?

An vielen Stellen sagt Jesus uns, wer er ist:
Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.
Ich bin der gute Hirte.
Ich bin die Tür.
Ich bin der Weinstock.

Gott sagte zu Mose am Sinai: „Ich bin der Ich bin.“

Auch wenn Gott damit für uns rätselhaft bleibt, ist er der, der er ist!

Auch ich bleibe immer ein Rätsel

Wenn es um mein Sein geht, was würde ich da gerne sagen, um mich zu beschreiben:
Ich bin….. ??

Jesus, an Dir kann ich mich orientieren:
Du wusstest, wer Du bist und hast Dich nie für andere verbogen.
Du ruhtest in Dir und im Vater, den Du regelmäßig in der Stille gesucht hast.
Du hast die Freiheit der Menschen respektiert und keinem Deine Meinung aufgedrängt.
Du hast das, was nicht zu ändern war, angenommen.
Du hast nie geprahlt oder dich bemitleidet.
Im Gegenteil: Du hattest immer den anderen im Blick.

Begleite auch mich auf meinem Weg, dass ich zuerst Dich suche und mich dabei nicht so wichtig nehme. Ich weiß, Du hast einen Plan für mich und den gilt es zu entdecken. Ich brauche mich nicht zu fürchten, denn ich bin nie allein. Du bist bei mir – in den Zeiten des Glücks, aber auch in den schweren Momenten.

Ich möchte mich kennenlernen, wie Du mich gedacht hast und mich annehmen, so wie ich bin – ohne mich zu verbiegen, denn ich bin gut und schön!

Ich muss mich nicht beweisen und möchte in mir ruhen, Frieden finden und mich nicht mehr mit anderen vergleichen. Denn jeder Mensch hat seine eigene Aufgabe im Leben und ist daher nicht vergleichbar. Deshalb möchte ich auch lernen, den Anderen so anzunehmen, wie er ist – auch er ist Dein Kind!

UND….

… ich habe mein ganzes restliches Leben Zeit, um an all diesen Punkten zu arbeiten. Ich muss mich nicht drängen lassen und mich nicht beeilen, den mein Lebensweg ist der Sinn meines Lebens und damit mein Ziel.

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