Advent

Advent kommt aus dem lateinischen und bedeutet Ankunft. Welche Ankunft? Es ist eine Zeit des Wartens. Worauf warten wir? Was hat Advent mit Weihnachten zu tun? Was ist überhaupt Weihnachten?

Wenn ich mich mit der Frage nach dem Advent beschäftige, merke ich, dass ich dabei auf immer neue Fragen stoße. Um die Adventszeit vielleicht dieses Jahr ein wenig besser zu nutzen und zu verstehen, will ich mich diesen Fragen stellen. Letztendlich werde ich auch dieses Mal mit dem Verstand nicht alles verstehen können. Denn viele meiner Fragen sind eigentlich Glaubensfragen.

Vielleicht fangen wir mal hinten an, um der Lösung des Rätsels „Advent“ näher zu kommen.

Was ist Weihnachten?

An Weihnachten feiern wir Christen die Geburt des göttlichen Kindes. Gott hat seinen eigenen Sohn in die Welt geschickt, damit er die Welt und die Menschen heilt und sie mit Gott versöhnt. Schon mehrfach haben wir gehört, dass mit dem Sündenfall (Ungehorsam und Abfall von Gott) der Mensch dem Tod preisgegeben wurde. Und das gilt auch heute noch für uns: Wir müssen alle einmal sterben!

Was hat sich für uns durch Jesus verändert?

Jesus hat den Tod durch seine Auferstehung überwunden und besiegt, wie wir Christen im Glaubensbekenntnis bekennen:
„… Ich glaube an Jesus Christus, Seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinab gestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel …“
Ja, Jesus hat den Tod besiegt! Und ER hat uns wieder mit Gott versöhnt. ER hat eine Brücke zwichen Gott und den Menschen gebaut. Gott will unser Vater sein! Eigentlich hat Gott uns nie verlassen, auch wenn wir eigene Wege gehen und uns von IHM entfernen. Deshalb sandte ER seinen Sohn, um uns das zu sagen. Auch mir fällt es sehr schwer, Gottes Liebesangebot wirklich zu begreifen. In Jesus hat Gott sich erniedrigt und auf eine Stufe mit uns Menschen gestellt. Unglaublich, oder??

Deshalb feiern wir an Weihnachten den Geburtstag Jesu – wahrer Mensch und wahrer Gott!

Wie glaubhaft ist die Geburt Jesu?

Der Evangelist Lukas schreibt am Anfang (Lk 1, 1-5): “ Schon viele haben es unternommen, eine Erzählung über die Ereignisse abzufassen, die sich unter uns erfüllt haben. Dabei hielten sie sich an die Überlieferung derer, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes waren. Nun habe auch ich mich entschlossen, nachdem ich allem von Beginn an sorgfältig nachgegangen bin, (…) es der Reihe nach aufzuschreiben.“ Und in Lk 2, 1-2 heißt es zur Geburt Jesu: „Es geschah aber in jenen Tagen, dass Kaiser Augustus den Befehl erließ, den ganzen Erdkreis in Steuerlisten einzutragen. Diese Aufzeichnung war die erste; damals war Quirinius Statthalter von Syrien.“ Bei Matthäus 2, 1 steht geschrieben: „Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, ….“

Aufgrund der Hinweise auf Kaiser Augustus, König Herodes und Statthalter Quirinius handelt es sich bei der Geburt Jesu relativ sicher um ein historisches Ereignis. Viele haben sich mit diesen geschichtlichen Personen auseinandergesetzt und man hat versucht, darüber die Geburt Jesu zeitlich einzugrenzen. Die Geburt Jesu dürfte ca. 7 – 4 v. Chr. stattgefunden haben, der tatsächliche Geburtstag (24. bzw. 25.12.) scheint eher unwahrscheinlich und wurde vermutlich irgendwann auf den Tag der Wintersonnwende, ein heidnisches Fest, gelegt.

Jesus hat die Menschen damals fasziniert

Da die Evangelien in der 2. Hälfte des 1. Jahrhunderts (zw. 70 und 100 n.Chr.) entstanden sind, dürften die Schreiber noch einige Zeitzeugen Jesus gekannt haben. Die Evangelien sind im Vergleich zu anderen Religionsschriften relativ zeitnah nach dem Tod Jesu (ca. 30 n.Chr.) verfasst worden. Es bestand wohl ein außerordentlich tiefes Bedürfnis, das Leben Jesus für die Nachwelt wahrheitsgetreu erhalten zu wollen. Man wollte keine Verfälschungen, die sich durch Weitererzählen ergeben, obwohl das zu dieser Zeit eher üblich war. Die Schreiber wollten so eine Wahrheit festhalten, die nicht irgendwann zu den Märchen gezählt werden sollte.

Warum war das den Evangelisten so wichtig?

Sie müssen wohl gespürt haben, dass dieser Jesu eine ganz besondere Person in der Geschichte war. Sein Wesen, sein Leben müssen außerordentlich gewesen sein. Um Jesus zu verstehen, dem es nie um weltliche Ehre, Macht und Reichtum ging, müssen sie wohl an seinen göttlichen Ursprung geglaubt haben. Und dieser Glaube ist eng mit der Person Jesus verknüpft. Ein Glaube mit Realitätsbezug! Das war sicher auch für die Nachfolger Jesus ungeheuerlich. Also haben sie für die Nachwelt die Geschichte Jesu schriftlich festgehalten, wobei ihnen bei der Erstellung der Biografie über Jesus die Menschen halfen, die Jesus noch persönlich gekannt haben. Es war den Evangelisten wirklich an der Wahrheit gelegen.

Trotzdem bleibt die Geschichte unglaublich

Gott hat Seinen Sohn in die Welt gesandt, ER hat sich damit zu uns runter gebeugt und ist uns auf Augenhöhe begegnet. Und Jesus war sowohl ganz Mensch als auch göttlich. Wenn ich die Evangelien, die Geschichten über Jesus und Sein Wirken lese, dann hätte ich diesen Jesus gerne kennengelernt. Nichts und niemand konnte ihn verbiegen, ihm Angst machen oder ihn verführen. Ihm ging es einzig um die Menschen, die in der Welt Hilfe brauchten: die Armen, die Kranken, die Ausgeschlossenen, die Traurigen, die Looser und ganz wichtig: die Kinder!

Warum ausgerechnet die Kinder?

Kinder sind in der Lage ihren Eltern rückhaltlos zu vertrauen. Wenn sie auf einer Mauer stehen, die viel zu hoch für sie ist, werden sie springen, wenn ein geliebter Mensch ihnen signalisiert, dass er sie auffängt. Wie schwer fällt es mir, einem Menschen oder gar Gott zu vertrauen, wenn mein Weg schwer wird und die Mauer hoch ist, auf der ich stehe?

Außerdem haben Kinder eine natürliche Offenheit und Neugier, Dinge zu betrachten und sich auf Neues einzulassen. Sie schauen mehr auf das Herz der Menschen als auf deren Macht und Erfolge. Dabei sind sie auf Schutz und Versorgung angewiesen, ohne sich dessen bewusst zu sein und nehmen das ganz selbstverständlich in Anspruch. Wie schwer fällt es mir oft, die Hilfe anderer Menschen anzunehmen? Bei einem Geschenk ertappe ich mich immer wieder dabei, dass ich zwar Danke sage, aber mit dem Nachsatz: „Das wäre doch nicht nötig gewesen!“ Damit mache ich das Geschenk kleiner, – weil mein Stolz sonst angekratzt wird?

Ja, wie ein Kind zu werden, fällt unheimlich schwer

Jesus sagte einmal: „Werdet wie die Kinder!“ Damit meinte er: Nehmt die Liebe, die ich euch geben will, an, ohne misstrauisch zu hinterfragen, was euch das abverlangt, was ihr dafür tun müsst. Nehmt es doch einfach an, dass Gott mit euch in Beziehung treten will, dass ER euch heil machen will, an Körper, Geist und Seele. Ihr seid alle verletzt. Legt doch mal eure Masken ab, die euch gefangen nehmen, und haltet Gott eure verletzte Seele, euren geschundenen und kranken Körper hin. Ihr braucht euch vor Gott nicht zu verstecken! ER kennt euch doch sowieso und weiß, was ihr braucht.

Was hat das jetzt mit Advent zu tun?

Wir Menschen haben uns im Laufe der Zeit verirrt. Ursprünglich kommen wir aus dem Garten Eden, als Ebenbild Gottes geschaffen, ausgestattet mit einem freien Willen. Mit diesem freien Willen haben wir uns gegen Gott entschieden. Innerlich spüren wir, dass wir uns von unserer Bestimmung, die Gott eigentlich für uns vorgesehen hat, immer weiter entfernen. Wie finden wir zurück? Was ist meine Bestimmung als Mensch in der heutigen Welt? Wo soll ich hin? Oft hält mich der Alltag mit seinen vielen Aufgaben und Pflichten davon ab, darüber nachzudenken. Der Advent kann die Zeit sein, mich bewusst, diesen Fragen zu stellen.

Advents-Sabbatical

Dieses Jahr steht die Adventszeit unter Corona-Auflagen, d.h. der gesamte Vorweihnachtswahnsinn fällt dieses Jahr aus. Es ist wie ein Sabbatical! Machen wir uns bewusst, dass es vielleicht nur dieses Jahr diese große Chance auf Ruhe und Zeit gibt, so dass wir sie dringend nutzen sollten, uns klar zu werden, wo unsere Bestimmung liegt. Machen wir uns wie die Sterndeuter auf den Weg und suchen wir das göttliche Kind in uns, damit wir wieder in eine Beziehung zu unserem Schöpfer und Vater kommen. Wer sehnt sich nicht nach einem tiefen Frieden, der sich in uns ausbreitet und die Welt mit all ihren Herausforderungen und Schrecken mal ausblendet? Wer freut sich nicht an einem Licht in der Dunkelheit, eine kleine Kerze, die brennt und uns daran erinnert, dass es außerhalb der realen Welt mehr gibt – tief in mir?

Vielleicht kann ich die Adventszeit mal nutzen, darüber nachzudenken, was für ein Gottesbild ich habe. Wer ist Gott für mich? Habe ich eher Angst vor Gott? Oder glaube ich, dass ER es gut mit mir meint? Kann ich mich als „Kind“ Gottes sehen? Voll Vertrauen und gleichzeitig behütet?

Wie kann ich Jesus kennenlernen?

Wenn wir Jesus kennenlernen wollen, können wir einen Blick in die Evangelien werfen. Neben dem, wie Jesus so war und lebte, sagt Jesus auch einiges über Gott, über die Liebe des Vaters zu uns Menschen. Versetzen wir uns mal in die Menschen um Jesus? Wenn ich in dieser Zeit dabei gewesen wäre, wo hätte ich da gestanden? Da klettert Zachäus, ein verachteter Steuereintreiber der Römer, auf einen Baum, weil er diesen Jesus auch mal sehen will. Wer könnte ich in dieser Geschichte sein? Zachäus, der auf den Baum klettert, weil die Menschen ihn nicht für würdig befinden, dass er dabei sein darf? Oder bin ich einer, der sich über Zachäus ärgert? Oder ärgere ich mich über Jesus, der Zachäus anspricht und nicht übersieht? Wie sehe ich diesen Jesus, wenn ich ihn durch sein Leben begleite?

Vielleicht verstehen wir dann die wahre Bedeutung von der Geburt des göttlichen Kindes etwas besser.

Ich wünsche allen, die diesen Blog lesen, eine besinnliche Adventszeit, damit wir alle Weihnachten ein bisschen besser „verstehen“ können.

Unterscheidung der Geister

Irrungen und Wirrungen

Derzeit herrscht in Deutschland ein bunter Wirrwarr an Meinungen und es ist sehr schwer, die „Wahrheit“ rauszufiltern. Da mir selbst auch von all den kontroversen Aussagen der Kopf schwirrt, habe ich es zum Thema dieses Blogs gemacht.

Am 18.11.2020 wurde das Infektionsschutzgesetz im Parlament bestätigt. Tausende demonstrierten dagegen. Nach längerer Kritik versucht die Regierung die Corona-Maßnahmen gesetzlich zu untermauern. Viele sehen sich dabei ihrer Freiheitsrechte beraubt, andere haben sowieso kein Vertrauen in die Regierung, wieder andere sind für mehr Eigenverantwortung und ein Teil der Bevölkerung leugnet entweder die Corona-Pandemie vollkommen oder glaubt, dass diese nicht wirklich gefährlich ist und sieht damit die derzeitigen Einschränkungen als unbegründet an.

Was ist Wahrheit???

Um vielleicht ein wenig Klarheit zu bekommen, habe ich mal ein paar Punkte, die strittig sind, aufgegriffen:

Eigenverantwortung

Gefällt mir persönlich sehr gut. Immer wieder ärgere ich mich, dass den Menschen in unserem Staat die Eigenverantwortung abgenommen wird, weil so viel durch Gesetze reglementiert wird. In vielen Bereichen sollte sich der Staat meiner Meinung nach etwas mehr zurückhalten. Allerdings wenn es um den Schutz der Bevölkerung wie jetzt unter der Corona-Pandemie geht, dann wird das mit der Eigenverantwortung auch schwierig. Da wurde mit Stichtag ein Lockdown light bei uns in Deutschlang für November angekündigt und am Wochenende davor ist überall die Hölle los gewesen, weil man vor dem Lockdown noch mal feiern wollte. Da frage ich mich, ob da einige nicht kapiert haben, dass der Grund für den Lockdown steigende Infektionszahlen waren und dass es kein verantwortungsvoller Umgang ist, kurz vor den offiziellen Schließungen noch alles nicht zwingend Notwendige mitzunehmen. Manches funktioniert wohl doch nur mit Gesetzen!

Vertrauen in unseren Staat

Einige vertreten derzeit die Meinung, dass sie kein Vertrauen in unseren Staat haben, eine Regierung, die freiheitlich und rechtsstaatlich gewählt wurde. Wem würden solche Menschen denn gerne vertrauen? Dass es keine perfekten Menschen gibt, dass Kompromisse geschlossen werden müssen, macht doch nicht den ganzen Staat korrupt. Ja, einige Volksvertreter machen keinen guten „Staat“, aber deswegen ist doch das ganze System hier bei uns in Deutschland nicht verdorben. Gerade einige Christen tun sich mit unserem Staat schwer, weil der Glaube an Gott durch die Säkularisierung immer mehr aus dem Politikalltag verdrängt wird. Das ist aber nicht erst ein Phänomen unserer Zeit, sondern hat schon viel früher eingesetzt. Ich finde es auch nicht gut, dass man Gott immer weiter raus drängt, und glaube auch, dass das Folgen haben wird, aber derzeit ist es, wie es ist und wir müssen das Beste daraus machen.

Fakt ist auch: Jeder Christ darf seinen Glauben frei leben und verkünden! Dann sollten wir das auch tun! Wenn jedoch das Vertrauen in staatliche Institutionen immer weiter ausgehöhlt wird und bei breiten Teilen der Bevölkerung in Misstrauen gegen den Staat umschlägt, ist das sicher keine Lösung, die zu Stabilität in unserem Land beiträgt.

Corona Pandemie

Hier gibt es ein breites Spektrum an Meinungen, die reichen von Corona ist erfunden über Corona ist harmlos bis hin zu einer Weltverschwörung. Einige antworten auf die Frage, wie sie die Situation angesichts der Toten in Italien und den USA so verharmlosen können, damit, dass das schlicht mit dem schlechteren Gesundheitssystem dieser Staaten zusammenhänge. Aha, wieder was gelernt!

Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, die verunsichert sind und Angst vor der Krankheit haben, entweder weil sie zu Risikogruppen gehören oder jemanden kennen, der schwer krank wurde oder ist. Diese Menschen brauchen Zuwendung und Trost; sie wollen geschützt werden. Deswegen kam es zu einem erneuten Lockdown, nachdem die Infektionen nach dem Sommer massiv angestiegen sind. Die Menschen wurden aufgefordert, nicht notwendige Kontakte zu meiden und einen Mund-Nasenschutz in der Öffentlichkeit zu tragen. Einige Wirtschaftszweige wie die Freizeitindustrie (Urlaub, Restaurants, Kino u.a) wurden geschlossen.

Viele Gastronomen haben sicher Hygienekonzepte erarbeitet, die zielgerichtet sind, und es ist sicher hart, dass sie schließen müssen. Dazu stellte ich mir aber die Frage, wie würde ich entscheiden, welche Bereiche man schließt, um Kontakte zumindest an einigen Punkten aktiv zu unterbinden, ohne dabei das ganze System lahm zu legen? Puh, zum Glück muss ich solche Entscheigungen nicht treffen.

Thema Impfung

An dem Impfthema scheiden sich auch wieder die Geister.

Kürzlich erhielt ich einen Gebetsaufruf, der per whatsapp weiter geleitet wurde, von einem Pfarrer in Süditalien, der gehört hatte, dass in Deutschland eine Impfpflicht gegen Corona beschlossen werden soll. Er rief daraufhin zu intensivem Gebet auf: 5 barmherzige Rosenkränze täglich !!! Einerseits weiß ich nicht, ob das mit der Impfpflicht stimmt – ich habe bisher nur von Freiwilligkeit gehört, andererseits gehen mir bei Vorgaben wie, 5 Rosenkränze zu beten, die Nackenhaare hoch. Ich merke, dass ich mich unwohl fühle, weil es mir ein bisschen wie Magie vorkommt. Ich will hier aber keinem zu nahe treten.

Ich habe das Gefühl, dass es gerade Christen sind, die mit einer Impfung große Probleme haben. Sehen einige Christen mehr oder sind da auch einige paranoid angehaucht? – nach der Wahl in den USA wurde bekannt, dass fast 80% der evangelikalen Christen einen notorischen Lügner, Narzissten, Egomanen, Rassisten …. allen ernstes gewählt haben, nur weil er ihnen „versprach“, Abtreibungen weiter zu verbieten. Fakt ist aber: Frauen in Not sind diesem Mann total egal!! Und ob er wirklich religiös und christlich denkt, zweifle ich auch an. Diese Tatsache lässt mich aber auch an der Glaubwürdigkeit einiger Christen stark zweifeln.

Letzte Woche hatte ich ein Gespräch mit einem erfahrenen Mediziner, der von einem Silberstreif am Horizont bezüglich der nun doch zügigen Impffortschritte sprach. Seine Augen leuchteten. Ich halte diesen Arzt für vertrauenswürdig und fragte ihn, was er davon hält, dass viele Menschen sich nicht impfen lassen wollen, da sie an der Sicherheit des Impfstoffs ihre Zweifel haben. Er meinte, dass er volles Vertrauen in die Prüfinstitutionen in Deutschland habe, da es hier strenge Regeln und keine Korruption gäbe. Außerdem wäre auch klar, dass dieses deutsche Unternehmen es sicher nicht überleben würde, wenn bei den Impfungen was schief läuft – von den Schadensersatzklagen für das mitwirkende amerikanische Unternehmen ganz zu schweigen.

Welcher Geist weht derzeit bei uns?

Es ist tatsächlich verwirrend, in diesem Meinungschaos Klarheit zu finden und ich habe das Gefühl, dass sehr viele Menschen von den vielen unterschiedlichen Meinungen stark verunsichert werden und sich dadurch Ängste und Misstrauen gegen alles aufbauen. Ja, wie unterscheiden wir die Geister?

Johannes Hartl (Gründer des Gebetshauses in Augsburg) sagte in einem Vortrag zum Thema Säkularisierung (Trennung von Gott und Staat), dass sich die Welt ganz sicher verändert und Gott immer mehr verdrängt wird. Das solle uns aber nicht sorgen, denn Gott käme damit schon klar und ER würde auch eingreifen, wenn das Sein Wille sei. Manchmal sollen uns so verwirrende Zeiten auch Klarheit bringen: wir sollen erkennen, was wirklich in der Welt los ist, d.h. wir sollen nicht die Augen vor der Realität (auch nicht vor der Gottlosigkeit) verschließen. Wir sollen wach sein und Veränderungen unserer Gesellschaft und Politik wahrnehmen, aber wir können getrost auf Gott bauen. ER wird alles so gestalten, wie es IHM gefällt. Wichtig ist allein, dass wir das „Salz der Erde“ sind und nicht fade werden. Unsere Aufgabe ist es, Zeugnis für die Liebe Gottes in einer Welt zu geben, die sich immer mehr von Gott abwendet und Mut zu machen. Wir sollen außerdem als „Licht“ für andere leuchten und ihnen damit Hoffnung bringen, die so viele dringend brauchen.

Jesus hat nie die gottlosen Römer oder den römischen Staat angegriffen, sondern hat sich in erster Linie den suchenden Menschen zugewandt und ihnen die Liebe des Vaters und das Reich Gottes näher gebracht. Dabei erzählte Jesus folgendes Gleichnis:

Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen (Matthäus 13, 24-30)

Jesus sagt in diesem Gleichnis, dass es mit dem Himmelreich ist wie mit einem Gutsherrn, der guten Samen auf seinen Acker sät. Nachts kommt dann sein Feind und sät Unkraut aus. Als die Knechte am nächsten Tag das Unkraut entdecken, fragen sie den Gutsherrn, ob sie es ausreißen sollen. Darauf erwidert der Gutsherr, dass sie es bis zur Ernte wachsen lassen sollen, um nicht den Weizen mitauszureißen. Nach der Ernte wird dann das Unkraut gesammelt und vernichtet werden.

Somit ist es auch nicht unsere Aufgabe, das Böse zu bekämpfen. Wir sollen es zwar wahrnehmen, aber wir sollen von unserem Glauben Zeugnis geben! Das ist schon Aufgabe genug. Zu anderen Zeiten oder in anderen Teilen der Welt konnte oder kann dies Verfolgung bedeuten oder gar tödlich sein. Auch wir machen uns nicht nur Freunde, wenn wir von unserem Glauben an Gott reden, ob man es hören will oder nicht. Das ist damit gemeint, dass wir das Salz der Erde sein sollen. Um alles andere kümmert sich Gott.

Vielleicht ist für manche Menschen auch das Beten von 5 Rosenkränzen richtig und gut. Jeder hat eine andere Form des Betens und des Zugangs zu Gott. Ich bin überzeugt, dass jede Form echter Suche nach Gott gut ist!

Gebet

Guter Gott, auch ich tue mir schwer, in dem Wust von Meinungen zu unterscheiden und weiß oft nicht, was wahr ist und wem ich vertrauen kann. Am Ende können wir nur Dir vertrauen, denn Du allein bist gut und wahr. Wir bitten Dich um die Gabe, die Geister zu unterscheiden. Hilf uns, dass wir nicht blauäugig die Wahrheit verdrängen, sondern dass wir mutig die Zeichen der Zeit deuten können. Bewahre uns aber auch vor Arroganz und Besserwisserei im Umgang mit anderen Meinungen. Vater, erhalte die Einheit in unserem Land, und mach uns fähig, gemeinsame Lösungen zu suchen und zu akzeptieren. Und mach uns zu Licht für die Menschen, die suchen.

DU allein, Gott, bist groß und wunderbar! Dein Wille geschehe!

Herzensanliegen

Was ist los mit unserem Land? Wenn ich die Tageszeitung lese oder Nachrichten schaue, denke ich, dass der Ton in unserem Land rauer wird. Bilde ich mir das nur ein?

Viele Lehrer leiden unter Burn out, weil sie mit dem Ton ihrer Schüler und deren Eltern nicht zurecht kommen; im digitalen Netz werden Menschen systematisch fertig gemacht und bedroht, natürlich anonym; Krankenwagenfahrer und Notärzte müssen sich mit Gaffern rumschlagen, ehe sie Verletzten helfen können; illegale Autorennen nehmen Tote in Kauf; die Presse polarisiert durch dubiose Meinungsäußerungen statt seriös recherchierter Berichtberichterstattung …

Wo man auch hinschaut: Lüge, Spaltung und Gewalt. Einige Staatenlenker gießen noch Öl ins Feuer und finden es wunderbar, wenn es ordentlich brennt.

Was geschieht hier?

Ich habe das Gefühl, dass sich unser Land in dem Maße verändert wie uns gleichzeitig ein wertvolles Gut verloren geht: unser Glaube an Gott! Unsere christlich geprägte Gesellschaft verkörpert Werte, die durch die christliche Religion vorgegeben werden:

Miteinander statt Gegeneinander
Wahrheit statt Lüge
Mitgefühl statt Gleichgültigkeit
Teilen statt Egoismus
Gastfreundschaft statt Hetze

Das sind alles Werte, die uns Jesus aufgetragen hat und die unser Land zu dem gemacht haben, was es heute ist.

Jetzt ist es allerdings so, dass sich immer mehr Menschen vom Glauben und damit von Gott verabschieden. Sie halten sich für aufgeklärt und verlassen sich eher auf die Wissenschaft und die Wirtschaft. Alles, was nicht beweisbar ist, gibt es für sie nicht. Da hat der Glaube an Gott keinen Platz mehr und gläubige Menschen werden häufig als einfältig betrachtet.

Warum glaube ich trotzdem noch?

Manchmal denke ich, dass es so viel einfacher wäre, mich der Mehrheit der Menschen anzupassen. Warum halte ich immer noch an meinem Glauben an Gott fest, wenn so viele davon überzeugt sind, dass es Gott nicht gibt?

Diese Frage hat mich sehr nachdenklich gemacht und meine Antwort lautet:

Weil ich nicht anders kann! Ich habe so oft schon die Gegenwart Gottes in meinem Leben gespürt und sein Wirken erlebt, dass ich gar nicht sagen kann: „Es gibt keinen Gott!“ Das wäre zutiefst unwahr und gegen meine Überzeugung. Ich glaube, dass es Gott gibt, auch wenn ich dafür belächelt werde!

Wenn es aber Gott gibt …

Lässt sich Gott unsere Abkehr von IHM gefallen?

Ich denke schon. Gott ist kein strafender Gott, wie vor gar nicht langer Zeit unseren Eltern noch gepredigt wurde, sondern: ER ist die Liebe! Gott hat uns aber auch die Freiheit gegeben, uns gegen IHN zu entscheiden und ER weiß um unsere Schwachheit.

Wie alles begann oder die erste Auflehnung gegen Gott

Einst lebte der Mensch glücklich und sorgenfrei mit Gott im Paradies. Wäre da nicht die Schlange gewesen, die ihn mit ihrer Lüge verführte. Sie säte Zweifel an Gottes Motiven und brachte den Menschen dazu, von der verbotenen Frucht – vom Baum in der Mitte – zu essen. Sie sagte: “ Ihr werdet nicht sterben. Vielmehr weiß Gott, dass an dem Tag, da ihr davon esst, euch die Augen aufgehen und ihr sein werdet wie Götter, die Gutes und Böses erkennen.“ (Genesis 3, 4-5) Und damit war das Misstrauen gegen Gott gesät und die Neugier siegte über das Verbot Gottes.

Darauhin verlor der Mensch die Freundschaft zu Gott und musste den Garten Eden verlassen, was auch bedeutete, dass der Mensch dem Tod verfiel. Vielleicht war das keine Strafe, sondern Gott musste den Baum des Lebens, der ebenfalls im Garten stand, vor den Menschen schützen, damit sie nicht auch noch unsterblich würden.

Aber als Gott die Menschen aus dem Paradies verwies, machte ER ihnen Kleider aus Fellen und bekleidete sie damit. Wenn ER sie nur hätte strafen wollen, hätte er sie nackt wie sie waren verjagt.

Kurz:

Der Mensch braucht keinen strafenden Gott, um sich ins Unglück zu stürzen. Das macht er schon ganz alleine oder andere verführen ihn dazu, wie die Schlange in der Genesis. Und wenn wir die Wege Gottes verlassen, finden sich andere Kräfte, die uns gerne in die Irre leiten. Ich habe derzeit das Gefühl, dass auch bei uns immer mehr Menschen auf falschen Wegen unterwegs sind. wenn sie sich von Gott abwenden. Die Folgen sehen wir unter anderem in „Fake news“, wie es so nett heißt. Aber Lüge ist nicht nett! Wenn die Wahrheit verloren geht, wem kann ich dann noch trauen?

Was hält uns derzeit noch zusammen?

Wir leben in Deutschland derzeit noch in einer Demokratie, d.h. wir können frei unsere Staatslenker wählen. Unser Land ist ein Rechtsstaat, in dem jeder seine Meinung frei äußern kann, ohne Angst zu haben, dafür verhaftet zu werden. In unserem Grundgesetz ist als erstes festgelegt, dass die Würde jedes Menschen unantastbar ist, d. h. dass jeder einzelne von uns in einem menschenfreundlichen, geschützten Raum lebt. Unser Wirtschaftssystem nennt sich soziale Marktwirtschaft und beinhaltet die Solidarität mit Schwächeren. Zugegeben: es funktioniert nicht immer alles so perfekt, wie es klingt, was am Faktor Mensch liegt. Fehler und Schwächen sind einfach menschlich. Trotzdem ist unsere Staatsform weltweit ziemlich einmalig.

Unsere Demokratie, die die Freiheit des einzelnen in einem gemeinsamen Staatswesen gewährleistet, wird jedoch zunehmend von Kräften attackiert, die diese Freiheit gerne abschaffen würden. Sie nutzen die Rechtsstaatlichkeit für ihre Interessen und schreien laut nach freier Meinungsäußerung, um ihr radikales Gedankengut und ihre Hetze unter die Menschen zu bringen. Und es gibt viele Menschen, die auf ihre Parolen rein fallen. Wenn wir unsere Freiheit erhalten wollen, muss jeder einzelne von uns, dafür einstehen und für die Demokratie kämpfen, auch wenn sie uns manchmal schwach erscheint. Wir dürfen den Hetzern nicht das Feld überlassen und hoffen, das schon alles so bleibt wie es ist. Demokratie ist ein sehr fragiles Gebilde, mit dem jeder verantwortlich umgehen muss. Wie wichtig ist uns unser geschützter Lebensraum? Lassen wir uns das nicht kaputt machen!

Wo kommen unsere Werte eigentlich her?

Wir müssen uns wieder bewusst machen, dass die Werte, die Demokratie und Freiheit erst möglich machen, christliche Werte sind. Es geht um Einheit und Miteinander, um Recht und Freiheit, um Sorge für Schwächere. Es geht um all das, was Jesus uns aufgetragen hat zu tun, damit unser Leben gelingt. All das bringt die Früchte hervor, von denen Jesus immer geredet hat.

Ich habe einfach Angst, wenn Gott sich von uns abwendet, wie wir uns zunehmend von IHM abwenden, dann werden unsere jetzigen Werte ausverkauft werden und es werden andere Werte an ihre Stelle treten: nämlich Egoismus, Hetze, Streit, Gier und vieles mehr. Und die Folgen davon kennen wir.

Zu pessimistisch?

Einige werden jetzt denken, dass mein Menschenbild sehr pessimistisch und die Geschichte der Genesis eine uralte Kamelle ist, die schon lange nicht mehr für einen Vergleich taugt. Aber in dieser Geschichte steckt so viel Weisheit über das Wesen des Menschen, dass man sie nicht ausblenden sollte, obwohl sie schon so alt ist.

Bitte schaut euch unsere jüngere Geschichte an!! Der Mensch ist und war schon immer in der Lage, alles zu zerstören. Ich denke nur an den Größenwahn des dritten Reichs und Schlagworte wie „totaler Krieg“. Haben wir all das schon wieder vergessen? Der Mensch ist nicht nur gut, wobei ich auch sehe, dass es viele gute Menschen gibt. Aber Fakt ist, dass eine – derzeit vielleicht noch kleine – Minderheit von Fanatikern sehr laut Gehör sucht.

Unser Land – die Welt

Diese Entwicklung ist nicht nur in unserem Land spürbar, sondern in ganz Europa und weltweit.

Wo sind die Menschen, die friedlich auf die Straße gehen, um ihre Meinung kund zu tun? In vielen Demonstrationen, die ein Grundrecht sind und auch bleiben müssen, gehen heute gewaltbereite Gruppen mit, die nicht vor Körperverletzung, Zerstörung fremden Eigentums und Plünderung zurückschrecken. Das kann nicht sein. Wer solche Gruppen wie z.B. bei den Corona-Demonstrationen mitziehen lässt, um die eigene Schlagkraft zu erhöhen, der handelt nicht im Sinne unserer Vorstellung von Demokratie.

Machen wir uns Gedanken, wem wir zuhören, mit wem wir uns umgeben und versuchen wir auch wieder für das Christsein einzustehen.

Deshalb müssen wir Christen auch die Menschen wieder versuchen zu erreichen und ihnen die Chance geben, Gott wieder kennenzulernen. Denn ER allein gibt uns Leben in Fülle!

Gebet

Herr, verlass uns nicht, denn ohne Dich sind wir verlassen. Zeige uns, wie wir auf die Menschen zugehen können, um glaubwürdig von Dir Zeugnis zu geben, damit wieder mehr zum Glauben kommen. Eine Welt ohne Gott ist keine lebenswerte Welt! Hab Erbarmen mit Deinen Menschen. Öffne unsere blinden Augen und nimm das Herz aus Stein aus unserer Brust. Lass uns erkennen, dass DU jedem Menschen Würde gegeben hast, die nicht verletzt werden darf. Vater, gieße Deinen Geist auf unser Land und lass uns zu Dir umkehren.

Die Bibel ist voll von Beispielen wie der Mensch immer wieder eigene Wege ohne Gott einschlägt und dabei scheitert. Ich lese gerade die Bibel von vorne und bin derzeit bei dem Buch Exodus an folgender Stelle:

Mose bittet für das untreue Volk

Nach dem Auzug aus Ägypten verlieren die Israeliten immer wieder ihren Glauben an Gott. Einmal kommt es so weit, dass sie sich ein goldenes Kalb gießen, das sie dann anbeten. Gott ist darüber so erzürnt, dass ER zwar Mose anweist, das Volk in das verheißene Land zu führen, ER selbst will aber nicht mehr mit ihnen gehen, weil ER dieses Volk nicht mehr erträgt. Mose erinnert Gott daraufhin an Seine Gnade, Barmherzigkeit und Langmut und sagt in Exodus 34,9: „Wenn ich Gnade in Deinen Augen gefunden habe, oh Herr, dann ziehe doch, mein Herr, in unserer Mitte mit. Es ist zwar ein halsstarriges Volk, aber verzeih uns unsere Schuld und unsere Sünde und lass uns dein Eigentum sein.“ Und Gott schließt einen Bund mit ihnen (Ex. 34, 10)

Herr, denk an Deine Barmherzigkeit und Langmut. Gib den vielen in unserem Land, die noch an Dich glauben, den Mut, Zeugnis für Dich abzulegen, damit andere wieder zum Glauben kommen.

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Pfingsten 2020

Eine traurige Angelegenheit. Ich sitze mit Mundschutz ziemlich einsam in einer Kirche und verfolge eher passiv den Gottesdienst. Die Orgel spielt drei Strophen des Eingangsliedes, das ich nicht mitsingen kann. Eine hätte es auch getan.

Heiliger Geist, wo bist du?

Der heilige Geist wird in der Bibel als Sturm oder als Feuerzungen beschrieben. Da, wo der Heilige Geist wirkt, wird es lebendig. Menschen freuen sich und jubeln. Jeder kann den anderen verstehen. Aufbruch ist angesagt. Es drängt nach draußen.

Von diesem Wirken spüre ich derzeit nichts. Kein Aufbruch, kein Miteinander.

Abstand – statt Nähe
Gesichtsmaske – statt Offenheit
Beschränkung – statt Freiheit
Angst – statt Lebensfreude
Anmeldung – statt Spontanität
Passivität – statt Aktivität

Ich frage mich, ob und wie die Kirche das überstehen wird.

Die kirchlichen Feiertage wie Ostern, Erstkommunion, Christi-Himmelfahrt, Bittwoche, Pfingsten usw. gehen unbeachtet vorüber, wenn ich mir keinen der wenigen Plätze zum Gottesdienst gesichert habe. Dabei merke ich, wie ich dadurch auch das Zeitgefühl für das Kirchenjahr, das mir sonst als Rahmen dient, verliere. Die Feiertage nehme ich nur aufgrund der arbeitsfreien Tage wahr.

Dabei stelle ich mir die Frage: Brauche ich die Kirche überhaupt noch?

Je länger die Einschränkungen andauern, desto mehr Menschen werden sich wohl dauerhaft von der Kirche verabschieden. Es geht doch auch ohne, oder?

NEIN! Es geht nicht OHNE Kirche!

Pfingsten ist der Startpunkt der Kirche!

Wenn wir jetzt die Kirche abschreiben, dann ist Pfingsten heute ohne Wert. An Pfingsten gingen die Jünger aus ihrem Versteck raus in die Welt und verkündeten die frohe Botschaft: von der Auferstehung Jesu, von dem neuen Bund, den Gott mit uns Menschen geschlossen hat, von der Liebe Gottes zu uns, von unserer Kindschaft zu Gott, dem Vater…..

Vielleicht ist der Rahmen der Kirche überholt, aber die Botschaft gilt nach wie vor und will auch verkündigt werden. Neue Wege der Verkündigung müssen gesucht und gefunden werden. Jetzt ist der Heilige Geist gefordert, unsere Kreativität zum Sprühen zu bringen.

Komm, heiliger Geist

Deine Kirche braucht dich. Wir brauchen dich. Jesus lebt und seine Frohe Botschaft will weiterhin raus in die Welt, zu den Kranken und Sterbenden, zu den Trauernden, zu den Einsamen und Verzweifelten. Wir können nicht zulassen, dass all diese Menschen ohne Trost und Hoffnung bleiben.

Komm, heiliger Geist

Lass uns aufstehen und Neues beginnen.

Reiß uns mit

„Lass wehen, Gott! Regenwolken in vertrocknete Seelen, Zugluft durch verstaubte Gedanken, zarten Hauch allen Verliebten und Sturm durch alles wohl Geordnete.“ (Pfr. Christoph Breit)

Sterben und Leid

Warum lässt Gott das zu?

Wenn ein Mensch plötzlich und unerwartet verstirbt, ist das für die Angehörigen nur schwer zu verstehen. Die Frage nach dem Glauben wird oft beantwortet mit: „Derzeit habe ich ein Problem mit DEM da oben!“

Obwohl ich fest daran glaube, dass die Menschen im Sterben neu geboren werden, fällt es mir schwer, den Trauernden Gottvertrauen zu vermitteln. Ich kann sie ja verstehen. Der Verlust eines geliebten Menschen tut so weh, dass man mit Gott und der Welt hadert. Es ist einfach unbegreiflich.

Der Tod gehört zum Leben

Erst mit etwas Abstand können wir dann erkennen, dass wir nicht dauerhaft für diese Erde geschaffen sind und dass der Tod zum Leben gehört. Ich weiß, das hört sich nach falschem Trost an, ist aber Fakt.

Die Frage lässt sich auch erweitern auf die derzeitige Corona Pandemie. Ist Gott wirklich gut, wenn er ein Virus wie Corona, das den Menschen Leid bringt, auf den Menschen los lässt und warum?

Vielleicht ist die Fragestellung generell falsch.

Mir sagte kürzlich jemand, dass Gott die Welt mit allem, was in ihr vorhanden ist, geschaffen hat. Im Zuge der Evolution hatten und haben auch Viren und Bakterien ihren Sinn und gehören maßgeblich zur Entwicklung des Lebens. Mit vielen Viren und Bakterien leben wir in friedlicher Koexistenz oder sogar in einer für beide Seiten hilfreichen Symbiose zusammen.

Da Gott keines seiner Lebewesen so einfach wieder aus der Schöpfung entfernt, weil er uns vielleicht auch die Entwicklung des Lebens von Anbeginn an sowie die Evolution lückenlos verständlich machen will, müssen wir mit gewissen Gefahren für unser Leben rechnen. Es gibt ja auch Raubtiere und Giftschlangen. Das hat in erster Linie nichts mit der Frage zu tun, ob Gott gut ist. Und das Leben des Menschen ist auf der Erde nicht auf Unsterblichkeit angelegt. Am Ende wird ein jeder von uns sterben.

Stell dir vor, es gäb den Himmel

Das am Donnerstag gefeierte Christi-Himmelfahrt macht uns Mut. Jesus sagt, dass er uns vorausgeht, um für uns einen Platz im Himmel zu bereiten. Und er lässt uns nicht als Waisen zurück, sondern wird den Vater bitten, uns den Heiligen Geist als Beistand zu senden. Und alles, worum wir in seinem Namen bitten, wird der Vater uns gewähren.

Das sind Aussagen!!!

Auch wenn Viren und Bakterien zur Schöpfung dazu gehören, haben wir Menschen die geistigen Fähigkeiten bekommen, unser Leben ein kleines bisschen zu überblicken und Lösungen für Probleme zu entdecken. Das kann kein anderes Tier in dem Maße, wie wir das können! Durch Forschung und Wissenschaft werden Gegenmittel und Prophylaxen entwickelt, die uns helfen, manche Herausforderung zu bestehen. Die Medizin heilt viele Krankheiten; wir sind in der Lage, Schwache und Kranke so zu unterstützen, dass sie würdevoll leben können.

Wir sind nicht hilflos ausgeliefert

Gott bewahrt uns zwar nicht vor allem, Menschen werden krank und sterben, ja, aber er gibt uns auch Werkzeuge an die Hand, die uns helfen. Wir sind nicht allein.

Wir müssen mit all den uns zur Verfügung stehenden Kräften gegen Krankheit und Tod kämpfen, aber wenn es so weit ist, sollten wir auch mutig das Sterben und den Tod annehmen, in der Hoffnung bei Gott neues Leben zu finden.

Gott sei Dank!

Vater, manchmal haben wir den Eindruck, dass die Welt uns feindlich gegenübersteht. Dann sehen wir die Schönheit deiner Schöpfung nicht mehr im Ganzen. Unser Fokus ist dann nur auf das Leid und den Schmerz der gegenwärtigen Situation ausgerichtet. Dabei übersehen wir, mit welchen Gaben und Erkenntnissen du uns auch ausgestattet hast. Du willst, dass wir leben und sogar Leben in Fülle haben. Dazu verhilft uns der Heilige Geist, der für jeden Menschen mindestens eine Gabe hat: die einen entdecken und forschen, andere lehren, wieder andere heilen…..

Jeder hat eine Gabe,

die der Welt und den Menschen gut tut. Aber irgendwann feiern wir einen anderen Geburtstag. Das ist dann der Tag, an dem wir im Reich Gottes oder im Himmel ankommen.

Lassen wir uns also im Leben von Viren, Krankheit und Tod nicht ängstigen.

Jesus bereitet uns eine Wohnung im Himmel!!

Ostern 2020

Auferstehung von den Toten

Jesus ist tatsächlich am Kreuz gestorben. Die Soldaten zerbrachen ihm die Beine nicht, weil sie sahen, dass er schon tot war (Joh. 19,33). Johannes, der unter dem Kreuz stand, bezeugt es, indem er sagt: „Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres sagt, damit auch ihr glaubt“ (Joh. 19,35)

Was sollen wir glauben?

Dass Jesus von den Toten auferstanden ist!!
Dabei ist er zuerst einigen Frauen begegnet, die früh morgens zum Grab gegangen waren, dann nach und nach seinen Freunden. Wenn Jesus vor ihnen stand, haben sie ihn nicht gleich erkannt. Er hatte wohl ein anderes Aussehen. Ich weiß auch nicht, wie ich mir das vorstellen soll, welche Gestalt Jesus hatte, aber irgendwann sagte oder tat er wohl etwas, was sie plötzlich überzeugte und vollkommen froh werden ließ.

Alles ein Bluff?

Die Botschaft von Jesu Tod und Auferstehung ist inzwischen 2000 Jahre alt und das Christentum ist weltweit die größte Glaubensrichtung mit über 2 Milliarden Anhängern.
Hätte diese Botschaft so lange überdauert und so viele Menschen begeistert, wenn es reiner Bluff der Jünger gewesen wäre, was ja einige Menschen behaupten?
Ich glaube nicht, da es Statistiken darüber gibt, dass Lügen, die nur einigen Menschen bekannt sind, immer irgendwann auffliegen, weil mindestens einer der Geheimnisträger irgendwann darüber zu reden anfängt. Und je mehr von dem Geheimnis wissen, desto schneller wird es bekannt.
Außerdem hätte sich die Sache irgendwann tot gelaufen: Die Jünger hätten ihre Version der Geschichte mit Jesus samt Auferstehung erzählt, hätten damit ihr Gesicht gewahrt, dass sie nicht blind einem seltsamen Heiler auf den Leim gegangen sind und wären wieder ihrer alten Arbeit nachgegangen.

Aber das taten sie eben nicht!

Sie zogen plötzlich raus in die Welt, um diese Botschaft von der Auferstehung Jesu überall zu verkünden. Einige wurden dabei auch gefangen genommen, gefoltert und getötet und hielten doch an ihrer Botschaft fest.

Und ab da wird es für mich glaubwürdig. Ich war selbst nicht mit dabei, kann mich nur auf Hören-Sagen verlassen. Aber die Standhaftigkeit dieser ersten Boten überzeugt auch mich.

Und deshalb mache auch ich mich auf, um diese frohe Botschaft zu verkünden.

Frohe Ostern!!

So sehr hast Du die Welt geliebt

Karfreitag

Heute….
heute ist der Tag, an dem wir dem Sterben Jesu gedenken.
Du wurdest verraten von Deinem Freund, du wurdest gefangen genommen, verhört, misshandelt und gedemütigt: „Was? Du willst ein König sein??“ Hahaha!!
Sie spuckten dir ins Gesicht. Viele deiner Freunde wandten sich ab – aus Furcht oder wollten sie nichts mehr mit dir zu tun haben? Vielleicht konnten sie es auch einfach nicht ertragen. Was sollten sie auch gegen den aufgebrachten Mob tun.

Wir wissen alle, wie es ausgeht.
Du trugst dein Kreuz an der johlenden Menge vorbei. Dann zogen sie dich aus, stellten dich halbnackt zur Schau – ausgeliefert – und nagelten dich schließlich auf ein Holzkreuz. Selbst im Sterben haben sie dich den Blicken der Schaulustigen ausgesetzt. Doch du tatest deinen Mund nicht auf.

Warum, Jesus?

Was hast du getan? Alles, was du immer wolltest, war, für die Armen, Schwachen und Hilflosen in der Gesellschaft da zu sein. Du hast die Verirrten, die Ausgegrenzten gesucht, um ihnen Mut zu machen. Dabei warst du den feinen Bürgern oft ein Dorn im Auge. Wie haben sie gezetert, als du bei einem Zöllner zu Gast sein wolltest oder weil du Umgang mit einer Hure hattest? Aber das waren genau die Menschen, für die du auf die Welt gekommen bist. Du hast gesagt, dass nicht die Gesunden einen Arzt brauchen, sondern die Kranken. Und den Kranken und Schwachen hast du vom Reich Gottes, von Liebe und Freundschaft erzählt. Du hast sie so angenommen, wie sie sind und deine Beachtung hat ihrem Leben Würde und damit Sinn gegeben. Danach haben viele ihr Leben geändert. Selbst dem Verbrecher neben dir am Kreuz hast du zugesagt, dass er noch heute mit dir im Paradies sein wird. Was für eine Zusage für einen Sterbenden!

Gebet

Jesus, auch ich verstehe nicht, was damals passiert ist. Ich weiß auch nicht, ob ich nicht auch davon gelaufen wäre, weil ich es nicht hätte ertragen können, wie man dich behandelt hat. Du warst immer gut zu den Menschen. Ja, du hast einigen auch ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn du über die Ungerechtigkeiten der Erfolgreichen und Starken gegenüber den Armen und Ausgegrenzten geredet hast. Du hast den unbarmherzigen Umgang miteinander angeprangert, der auch heute vielerorts spürbar ist. Heute heißt es nur nicht mehr „unbarmherzig“, sondern mobbing. Das Ergebnis ist dasselbe.

Jesus, lass uns etwas aus deinem Leben und Sterben lernen. Lass uns anständig, rücksichtsvoll miteinander umgehen, egal wie verschieden wir alle sind. Hilf uns Vorurteile abzubauen, denn jeder ist dein Kind, von dir geschaffen und gewollt. Und gerade die Vielfalt macht unsere Welt so bunt und schön.

Fürchte dich nicht

Gründonnerstag 2020


Noch immer hat uns die Corona Infektion voll im Griff. Ostern werden wir dieses Jahr anders als in den Jahren zuvor feiern, denn die Ausgangsbeschränkungen gelten auch am kommenden Wochenende noch. Die Kirchen bleiben also weiter geschlossen. Wie sich alles weiter entwickelt, weiß derzeit niemand. Die Fallzahlen in unserer Region steigen zwar langsamer, aber gleichzeitig warnen die Wirtschaftsweisen vor einer großen Rezession. Brauchen wir jetzt solche Nachrichten? Oder schaden sie uns nicht vielmehr?
Derzeit gilt es doch die Corona Krise in den Griff zu bekommen, alles andere können wir sowieso erst später angehen.

Sind solche Nachrichten nicht gar vorauseilende Prophezeihungen? Was machen sie mit uns?

Markus, 5,36

„Jesus, der diese Worte gehört hatte, sagte zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht! Glaube nur!“

Während der Synagogenvorsteher zu Jesus eilt, um ihn um Hilfe für seine im Sterben liegende Tochter zu bitten, erhält er die Nachricht, dass das Kind zwischenzeitlich verstorben ist.
Jesus, der das auch gehört hat, sagt zu ihm: Fürchte dich nicht! Glaube nur!

Vor einigen Jahren zog ich zufällig dieses Bibelzitat und es beunruhigte mich sehr. Ich spürte, dass etwas passieren würde, wusste aber nicht was. Abends schaute ich besorgt nach meinen Kindern im Kinderzimmer, die aber friedlich schliefen. Meine Unruhe blieb aber bestehen.
Am nächsten Morgen rief meine Mutter an, um mir zu sagen, dass mein Vater einen schweren Fahrradunfall gehabt hätte. Mir fielen sofort die Worte: „Fürchte dich nicht! Glaube nur!“ ein. Das gab mir in dem Moment viel Zuversicht. Mein Vater hatte großes Glück gehabt und wurde wieder vollkommen gesund.

Vielleicht gilt dieser Aufruf: Fürchte dich nicht! Glaube nur! auch uns heute. Egal, wer uns Angst machen will, glaubt daran, dass Gott es gut mit uns meint.

Jesus hat das tote Mädchen mit den Worten: Talita kum! – Mädchen, steh auf! wieder ins Leben zurückgeholt. Für Gott ist nichts unmöglich. Vertrauen wir Ihm heute.

Sende deinen Geist…

…und alles wird neu.

Wie oft habe ich in den letzten Jahren dieses Gebetsanliegen ausgesprochen?
Wenn mich mal wieder die Nachrichten von anderen Menschen erreicht haben, die in großer Armut oder Krieg leben müssen. Wenn ich die Ohnmacht spürte, nichts wirklich daran ändern zu können. Wenn ich meine Welt sehe, in der so viel weggeworfen wird, was andere dringend gebrauchen könnten. Wenn ich in meine eigene Plastikmülltonne schaue und mir vorstelle, wie wir unseren Planeten zumüllen.

Hat Gott unser Rufen gehört?

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, wie eine Veränderung in einem fest eingefahrenem System erfolgen kann. Denn Veränderung führt oft zu Angst bei den Menschen. Deshalb ist es so schwer, vertraute Wege zu verlassen, auch wenn sie uns nicht gut tun.

Viele haben die Erfahrung gemacht, dass erst einschneidende Erlebnisse, wie die Diagnose einer Erkrankung, der Verlust eines geliebten Menschen, den Weg für Veränderungen frei machen. Man sucht nach neuen Möglichkeiten, um das schmerzhaft Vergangene hinter sich zu lassen.

Und hier kommt wieder die Corona-Infektion ins Spiel, die mal kurz die Pause-Taste in unserem Leben gedrückt hat. Derzeit spüre ich eine Entschleunigung im Beruf und zu Hause, was ich als sehr wohltuend empfinde. Ich habe einmal Zeit über mich und die Welt nachzudenken. Dabei ist auch dieser Blog entstanden. Ich denke, dass derzeit viele Menschen kreativ sind und hoffe, dass einige gute Gedanken und Ideen dabei herauskommen, wie wir unser Leben nach Corona nachhaltiger und besser für den Menschen und die Welt gestalten können.

Viele Menschen finden auch wieder zurück zum Glauben. Für mich ist das eine Grundvoraussetzung für gelingendes Leben. Ohne Gott führt unser Leben meistens ins Chaos. Das Problem ist nur, dass wir das oft erst sehr spät erkennen können. Wenn wir aber in der Liebe Gottes bleiben, dann kann unser Leben gelingen.

Josua 1, 8-9

„Über dieses Buch der Weisung sollst du immer reden und Tag und Nacht darüber nachsinnen, damit du darauf achtest, genauso zu handeln, wie darin geschrieben steht. Dann wirst du auf deinem Weg Glück und Erfolg haben. Habe ich dir nicht befohlen: Sei mutig und stark? Fürchte dich also nicht und hab keine Angst, denn der HERR, dein Gott, ist mit dir überall, wo du unterwegs bist.“

Nachdem Mose gestorben ist, wird Josua sein Nachfolger. Gott fordert ihn auf, mit dem Volk Israel nun in das Land Kanaan zu ziehen, dass Gott Mose und den Israeliten ehemals verheißen hatte. Kanaan heißt „Gelobtes Land“, in dem „Milch und Honig fließen“ und steht für Überfluss und Sicherheit. Gott wollte die Israeliten nach der Sklaverei in Ägypten in ein besseres Leben führen.

Aber es sollte erstmal anders kommen

Da das Volk sich nach dem Auszug aus Ägypten gegen Gott aufgelehnt hat, muss es noch einige Jahre in der Wüste zubringen, bevor es das versprochene Land in Besitz nehmen darf. Jetzt endlich, viele Jahre später, ist es soweit:
Gott macht mit Hilfe Josuas seine Verheißung wahr. Josua soll die Israeliten über den Jordan in die Verheißung führen. Gott sagt dabei Josua und damit dem ganzen Volk der Israeliten ein gelingendes Leben (Glück und Erfolg) zu, wenn sie an seiner Weisung festhalten.

Gebet

Vater, dein Wort am Morgen gibt Zuversicht -gerade in der jetzigen Zeit. Keiner weiß, wie es weiter gehen wird. Auch wir sind derzeit in der Wüste unterwegs, wobei unsere Wüstenzeit erstaunlicherweise in die diesjährige Fastenzeit fällt. Vielleicht brauchen auch wir diese Zeit genau wie das Volk Israel damals.
Vater, hilf uns, diese von außen auferlegte Zeit in der Wüste gut zu nutzen, damit wir uns auf das besinnen, was wichtig in unserem Leben ist. Lass unsere Wüstenzeit uns und der Welt zum Segen werden, damit wir voll Freude Ostern als Neuanfang feiern können.

Corona-Krise: Wo ist Gott?

Wenn Gott heute auf die Erde schaut, wielviel Glaube findet er bei uns?

Ich gehöre zu einer Generation, die noch nie einen Krieg, Hunger oder Seuchen erlebt hat. Im Gegenteil: ich gehöre zu den wenigen Menschen auf dieser Erde, die alles im Überfluss haben. Dabei kann man leicht geneigt sein zu glauben, das wir uns das alles selbst erarbeitet haben.

Wir meinen, ein Recht darauf zu haben, dass wir zwischen 10 frischen Brotsorten auswählen können, dass wir mit dem Auto überall hin fahren können und dass wir Anspruch auf Urlaub in der Welt haben. Auch von der Medizin erwarten wir, dass sie uns jederzeit wieder heil macht. Insgesamt leben wir auf der Überholspur, verbrauchen zuviele Resourcen und produzieren zuviel Müll. Unseren Wert als Mensch beziehen wir aus unserer Wirtschaftsleistung.

Seit einiger Zeit schon mahnen uns die Klimaexperten um eine Änderung unserer Lebensweise. Aber wie soll das gehen? Wir befürchten, dass Änderungen Arbeitslosigkeit zur Folge haben könnten, dass unser Wirtschaftssystem zusammenbricht. Deshalb sind alle bisherigen Klimaziele auch nur halbherzige Lösungen.
Dabei verkraften viele Menschen den hektischen Gang unserer Zeit nicht mehr und werden krank.

Es muss etwas passieren

Da dringt ganz plötzlich in dieses bisher so vertraute Leben ein kleiner Virus ein und führt so nach und nach alles zum Stillstand. Unsere sozialen Kontakte kommen zum Erliegen, sämtliche Kulturveranstaltungen fallen aus, wir sollen zu Hause bleiben, um die Ansteckungskette zu unterbrechen. Restaurants und Läden werden geschlossen. Etwas Unvorstellbares wird plötzlich Realität.

Aus anderen Ländern erreichen uns katastrophale Bilder und der mahnende Aufruf, auf die Vorgaben der Politiker und der Virologen zu hören. Was passiert da gerade? Und da uns diese Situation Angst macht, weil wir sie nicht einschätzen können und die Medienberichte aus den anderen Ländern für uns kaum auszuhalten sind, kommt vielerorts ganz leise der Gedanke: Da war doch mal was…. Meine Oma hat früher immer bei Gewitter gebetet…. Gibt es da jemanden, der uns helfen kann…..

Und da kommt Gott wieder ins Spiel

Ja, es gibt jemanden, der alles in seinen Händen hält. GOTT!! Gott ist die Liebe! Und er sehnt sich nach uns. Er will nicht unser Unglück und Leid. Immer wieder hat er uns Leben in Fülle verheißen, wenn wir zu IHM umkehren. Gott will auch nicht diese Krankheit, die uns derzeit so ängstigt. Aber ER lässt sie zu, damit wir zur Besinnung kommen und zu IHM zurück finden.

Wie kann ich mich an Gott wenden

Erst einmal ist wichtig, dass wir erkennen, dass es einen Gott gibt, der sehnsüchtig auf uns wartet und der uns Leben in Fülle schenken will.

Und dass Gott auch heute wirkt, sehen wir an der Einheit, wie Politik, Wirtschaft, Presse und Gesellschaft derzeit einmütig und ruhig an einem Strang ziehen, um dem Virus die Kraft der Verbreitung zu nehmen. Da ist Gott spürbar. Wir sind also nicht allein im Kampf gegen Corona. Und Jesus sagt uns immer wieder zu: Fürchte dich nicht!

Auf dieses „Fürchte dich nicht“ können wir uns getrost verlassen. Wenn ihr ein Kreuz habt, dann schaut es einmal ganz bewusst an und sagt: Jesus, ich vertraue dir! Sorge DU!
Und dann lasst alles los, was ihr nicht verändern könnt. Ihr werdet merken, wie es euch damit besser geht.