Manchmal gibt es Tage…

da habe ich mich selbst verloren, weil ich mir untreu wurde. Ich habe mich von anderen runter ziehen lassen, habe meinen eigenen Wert aufgegeben. Das wollte ich doch nicht mehr.

Dabei fiel mir ein Lied in die Hände: Maria, Himmelskönigin, du Braut vom Heilgen Geist! Du, bist der Christen Helferin, die jedes Herz lobpreist. Nach Gott gebührt dir alles Lob bis an das End der Welt, weil Gottes Sohn dich hoch erhob, zur Mutter dich erwählt.

Wer bist du, Maria?

Warst du immer schon die Begnadete und Gesegnete, die Königin des Himmels?

Plötzlich schwanger

Wenn ich mir dein Leben anschaue, dann warst du eine junge Frau, die Verlobte eines Mannes, die plötzlich unerwartet schwanger wurde. Ein Sakrileg zu deiner Zeit, auf das im schlimmsten Fall der Tod stand. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du zu dem Zeitpunkt überaus glücklich warst, als du deinem Verlobten Josef von einem Kind des Heiligen Geistes erzählt hast.

Josef war ein tief gläubiger Mann und stand glücklicherweise zu dir. Nach einem Traum beschloss er, dich zu sich zu nehmen und deinem Kind ein Vater zu sein. Er hat euch beschützt, versorgt und Jesus seine Werte vermittelt, die Jesus sicher mitgeprägt haben.

Unglaublich

Du konntest das alles wohl selbst kaum glauben. Deshalb machtest Du dich auf zu einem Besuch bei deiner schwangeren Cousine Elisabeth. Als Elisabeth deinen Gruß hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib und sie rief vom Heiligen Geist erfüllt: „Gesegnet bist du unter den Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes“ (Lukas 1,42) Darauf hin stimmtest du dein großes Magnifikat an: „Meine Seele preist die Größe des Herrn und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.“ (Lukas 1, 46 -47). Vielleicht hast du da erst begriffen, was an dir geschieht.

Widrige Geburtsumstände

Schwangerschaft und Geburt macht Frauen verletzlich und sie suchen nach Sicherheit.

Als bei dir die Geburt näher rückte, war nichts mit Sicherheit im heimischen Nest. Ihr musstet eine weite Reise antreten, um euch auf kaiserliche Anordnung in eurer Geburtsstadt in Steuerlisten einzutragen. Zu dem Zeitpunkt warst du hochschwanger. Reisen war beschwerlich für dich und aufgrund der Steueraktion waren auch noch alle Unterkünfte ausgebucht. Irgendwo habt ihr dann etwas gefunden, wo ihr die Nacht verbringen konntet. Unter diesen Umständen hast du dein erstes Kind geboren, deinen Sohn Jesus – fernab von Familie und Freunden, weit weg von deinem zu Hause, in einem Stall oder so was ähnlichem.

Ein besonderes Kind

Von Anfang an war dieses Kind ein besonderes Kind und sein Leben schon früh bedroht. König Herodes duldete keinen neuen „König“ neben sich. Als wenn ein im Stall geborenes Kind eine Bedrohung für einen König sein könnte. Also führte Josef euch nach Ägypten, um euch zu schützen. Obwohl man nichts darüber weiß, war es sicher keine bequeme Urlaubsreise oder ein abenteuerlustiges Work and Travel Jahr im Ausland. In Ägypten seid ihr Fremde gewesen. Da Josef Handwerker war, konnte er damit euren Unterhalt im Ausland sichern, so dass ihr überleben konntet. Gewünscht hättest du dir sicher etwas anderes.

Jesus, der Teeny

Dein Kind, Maria, war anders als andere Kinder. Einmal ging er euch auf einer Pilgerreise nach Jerusalem verloren. Da war er schon 12 Jahre und ihr dachtet, er würde mit anderen Kindern und Verwandten auf dem Heimweg sein. Als er aber nach einer Tagesstrecke nicht auftauchte, machtet ihr euch große Sorgen und gingt nochmal nach Jerusalem zurück, um ihn zu suchen. Nach 3 Tagen fandet ihr ihn im Tempel, wie er mit Schriftgelehrten diskutierte. Du sagtest zu ihm: “ Kind, warum hast du uns das angetan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht.“ (Lukas 2,48). Jesus war erstaunt und fragt: „Warum habt ihr mich gesucht? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meinem Vater gehört?“ (Lukas 2, 49)

Von Jesu Kindheit und Jugend ist ansonsten nicht viel bekannt, nur dass er auch das Handwerk seines Vaters erlernte.

Jesus, eine Berühmtheit

Mit etwa 30 Jahren kam dein Sohn aber dann ganz groß raus. Er verwandelte Wasser in Wein, heilte Menschen, die ihm in Scharen nachfolgten. Er war ein Star! Wie ging es dir damit, Maria?

Als Jesus nach Nazareth kam, wo er aufgewachsen war und im Tempelt gepredigt hatte, klatschten die Leute Beifall und wollten, dass er auch in ihrer Stadt Wunder vollbrachte. Gleichzeitig erkannten sie Jesus aber auch als den Sohn Josefs, der hier aufgewachsen war. Jesus sagte ihnen, dass der Prophet im eigenen Land nichts gezählt ist. Er wusste, dass das hinderlich für den Glauben an die Größe Gottes und an Heilungswunder war. Da jagten sie ihn wütend aus der Stadt. Hast du zu der Zeit noch in Nazareth gelebt, Maria? Hast du mitbekommen, wie sie alle über deinen Sohn redeten und herzogen?

Das furchtbare Ende

3 Jahre später kam dann das schmachvolle Ende. Dein Sohn wird von einem Freund verraten, von den Menschen, die ihn bisher verehrten, angespuckt, misshandelt und wie ein Verbrecher hingerichtet. Du standest unter dem Kreuz, Maria, und musstest es aushalten, wie dein Kind einen qualvollen Tod stirbt….

Dein Leben, Maria, war nicht das einer Himmelskönigin.

An dir, Maria, scheiden sich die Geister

Durch deine leibhaftige Aufnahme in den Himmel hat Gott dich und dein Leben gewürdigt. Damit bist du zur Mutter der Menschheit geworden.

Und deshalb grüße ich dich, Maria, und weiß, dass du gesegnet bist unter den Frauen. Ich bewundere deinen Mut, dass du zu dem Kind Gottes JA gesagt hast und treu deinen Weg trotz aller Widrigkeiten gegangen bist. Gott war immer mit dir. Das musst du wohl gespürt haben, denn sonst hättest du vielleicht unterwegs aufgegeben.

Und deshalb verehre ich dich auch als Himmelskönigin und komme mit meinen Bitten zu dir, weil ich weiß, dass du die Not der Menschen verstehst.

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